Die Eierschecke

Immer wieder werden wir von unseren Gästen gefragt:

"Was können sie denn als regionale Spezialität empfehlen?"

Der echte Dresdner überlegt nicht, es kommt ihm wie aus der Pistole geschossen über die Lippen:  "Dresdner Eierschegge."

"Eierschnecke?"

"Nein, EierSCHECKE, ohne N."

 

Ja und dann versuchen wir zu erklären,was man besser einfach probiert. Wir erzählen vom Hefeteig, der Quarkschicht, eventuell anzutreffenden Rosinen und natürlich dem wichtigsten Teil: der Eischaumschicht. Spätestens jetzt freut sich der Dresdner wieder auf seinen geliebten Gaffe -mit Eierschegge. Natürlich.

Keiner weiß, wer diese süße Köstlichkeit erfunden hat, aber wir nehmen mal an, sie kommt aus gutem Hause, anders ist die Verwendung so guter Backzutaten nicht zu erklären. So mancher behauptet, sie wäre zuerst am sächsischen Hofe gesehen worden. Da der Sachse aber schon immer Quarkkuchen liebt, nehmen wir einfach einmal an, das ein besonders gewitzter Bäcker eine gute Idee hatte und einen Kuchen daraus machte, der in seinen Schichten "gescheckt" ist.

 

Ich empfehle, in Dresden in ein gutes Café einzukehren oder einen der vielen Bäcker aufzusuchen- die Eierschecke ist eine Kunst für sich und nicht immer gelingt sie so wie gedacht. Kaufen Sie die Eierschecke da, wo Sie sie sehen- sie muß schön fluffig und saftig sein und mehr Quark und Schecke als Boden haben.

 

Und bitte: wenn es Ihnen nicht schmeckt- was ich nicht glaube- dann sagen Sie es nicht den Dresdnern. Denn da verstehen wir keinen Spaß!