Kamenzer

Wenn es um die Wurst geht, dann kann damit auch gemeint sein: Wer darf die Wurst wie nennen? Im Jahre 2010 beschlossen Kamenzer Fleischer, ihre "Kamenzer" als "Wort-und Bildmarke" schützen zu lassen. Nun dürfen nur noch Kamenzer das "Gamenser Gnaggwärschdl" anbieten.

Erstmals wurde die Wurst 1859 zum Forstfest vom Fleischhauermeister Carl Heinrich Miersch hergestellt. Er hatte das Recht, die Garküche zu betreiben und so entstand eine Knackwurst mit festem Biss, die man vielleicht auch als eine Mischung aus Wiener und Knacker bezeichnen könnte. Man genießt sie warm oder auch kalt, zu Brot und Bautzner Senf.

 

Und da sind wir auch schon wieder beim Streitfall. Die Bautzner Fleischer möchten auch gern "Kamenzer" verkaufen, schließlich sind die Kunden es so gewöhnt. Gegen eine Gebühr dürfen sie dies auch- oder aber: sie sind kreativ und nennen sie einfach anders. Taubenheimer zum Beispiel. Die treuen Kunden haben sich längst dran gewöhnt... und wenn sie Kamenzer bestellen, weiß jede gute Fachverkäuferin, was gemeint ist.