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Literaturtipps zu Mystik, Magie und Medizingeschichte


Die Kunst des Heilens. Eine medizinische Geschichte der Menschheit von der Antike bis heute.

Roy Porter

Fünf Jahrtausende Medizingeschichte auf 800 Seiten? Das klingt erstmal erschlagend und schreckt ab. Wenn man dann die ersten 2 Seiten gelesen hat stellt man fest, das Roy Porter etwas Geniales schafft - Medizingeschichte so zu erklären, das auch der Laie Spaß daran hat. Und genau das will das Buch auch - von der Steinzeit bis zur Molekularbiologie Menschheitsgeschichte so einfach und doch so detailliert erklären. Ein idealer Begleiter für lange Winterabende. Oder als Urlaubslektüre mit Bildungsanspruch.


Der Dresdner Maya-Kalender. Der vollständige Codex

Nikolai Grube

Dresden hat nicht nur sächsische Kunst und Kultur zu bieten- im Buchmuseum der SLUB versteckt sich auch eine Schrift der besonderen Art- der Codex Dresdensis. Da es nur noch 3 bekannte erhaltene Maya- Kalender in der gesamten Welt gibt, und nur der Dresdner der Öffentlichkeit zugänglich ist, lohnt ein Besuch. Mehr dazu...

 

Das Buch von Nikolai Grube ist für Jeden geeignet, der sich wirklich einmal tiefgreifender mit den Mayas und ihren Göttern sowie ihrer Zeitmessung beschäftigen möchte. Trotz des nicht gerade leichten Themas schafft es der Autor, das Entdecken des Codex spannend zu machen. 


Die Geisterseher. Magier, Goldmacher und Scharlatane in Sachsen.

Matthias Donath

Matthias Donath widmet sich in diesem Buch dem (Aber-)Glauben unserer sächsischen Vorfahren und der Geschichte der "Suchenden". Denn letztendlich ging es immer darum, zu erfahren, was andere nicht wissen, das Verborgene oder den Stein der Weisen zu finden. Und immer wieder gab es Männer, die viel versprachen und meist nur sehr gute Lügner waren. Wie immer schreibt Donath verständlich und kurzweilig und bringt somit diesen "mystischen Teil" sächsischer Geschichte näher.


Kräuterbuch der Klostermedizin. Der "Macer Floridus"

Johannes Gottfried Mayer. Konrad Goehl

 

 

Es ist das prägendste Werk aus 500 Jahren Klostermedizin, und Odo Magdunensis hatte um das Jahr 1070 mit diesem Werk den Vorläufer für eine moderne chemische Pharmazie gelegt, welcher noch sehr viel giftiger und dubioser daher kommt, als wir es von modernen Kloster-Heilkunde-Büchern kennen. Man fand dieses Werk in fast jeder größeren Bibliothek Westeuropas. Und dann wurde es vergessen, und eine Äbtissin mit Namen Hildegard von Bingen gilt uns Heutigen als die Wissende der Klosterheilkunde. Zu Unrecht. Das Werk der Hildegard von Bingen war in früheren Zeiten kaum bekannt, Der Macer Floridus das Standardwerk. Wer mehr zu diesem Werk erfahren will, kann entweder in eine der großen Bibliotheken gehen (die Slub in Dresden z. B.) , oder aber das hier vorgestellte Buch mit der Erläuterung der Hintergründe wählen.