Winterwelt Erzgebirge

Modellbahnausstellung in Seiffen

Dresden hat durch seine Lage im Elbtal sicherlich viele schöne Vorteile -man denke nur an den Wein und das "italienische" Flair, das so gern mit der Stadt verbunden wird.

Wenn man wie ich in einer eher ländlichen Gegend großgeworden ist, vermisst man aber irgendwann etwas: Einen richtigen, weißen Winter in freier Natur! Mit all den verwehten Strassen, den weiten, weißen Feldern und die klare, kalte Luft.

 

Der Vorteil an der Lage der Stadt Dresden ist es aber, das man nur einmal die Elbhänge überwinden muß, ein paar Kilometer ins Gebirge fährt und sofort in einer anderen Welt ist. Freunde der Eisenbahn können dabei sogar die direkte Zugverbindung nach Altenberg nutzen- und schon sind sie mitten im Skigebiet! Wer noch ein wenig weiter fährt kann in Seiffen den Spielzeugmachern über die Schulter schauen oder aber in den vielen Läden des "Spielzeugdorf Seiffen" Pyramiden, Engel und Nußknacker für die nächste Weihnacht erwerben.

 

Für mich gibt es in Seiffen allerdings noch einen weiteren Anlaufpunkt, den ich Ihnen gern ans Herz legen möchte: Die Sommerrodelbahn mit ihrer Modellbahnausstellung. Zu einer der Anlagen, welche dort gezeigt werden habe ich sozusagen ein sehr "persönliches Verhältnis", mehr dazu dürfen Sie gern hier nachlesen.

 

TT- Modellbahnanlage der Seiroba in Seiffen

 

Wir konnten uns vor einigen Tagen davon überzeugen, das die Anlage auch nach mehreren Jahren des täglichen Betriebes immer noch problemlos funktioniert und, zu meiner persönlichen Freude, die Landschaft immernoch nichts von ihrem Charme verloren hat. Dank der liebevollen Hände vor Ort erstrahlen die Felsformationen und Motive in schönsten Farben. Und irgendwie juckt es doch dann gleich wieder in den Fingern, weiter zu machen...

 

Wer nach all dem Schauen Hunger verspürt kann gleich nebenan die Essbahn nutzen- und wird auch weiterhin ganz im Thema Modellbahn schwelgen können- die Bedienung ist hier ganz besonderer Art und ein Highlight des Geländes.

 

Falls Sie nicht so der Winterfreund sind, macht dies gar nichts; die Seiroba heißt nicht umsonst "Sommerrodelbahn" und nicht nur Familien können hier locker ein paar Stunden bei Sport und Erholung verbringen. 

 

Aber sollten Sie doch der ganz große Winterfan sein, vergessen Sie die Ausrüstung nicht- der Winter ist von Dresden nur ein paar Kilometer entfernt!


Rodeln im Erzgebirge

Neue Sonderausstellung im Albertinum: Tecumseh Keokuk Black Hawk

Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung

Vom 01. Oktober 2013 bis zum 02. März 2014

 

Das Bild des "Edlen Wilden", des "Indianers" wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts oftmals den zumeist romantischen Vorstellungen der Europäer angepaßt und fand Eingang in die "weiße" Kunst.

Der Bildhauer Ferdinand Pettrich, gebürtig in Dresden, sollte mit seiner Idee des "Indianischen Museums" in Rom maßgeblich an der Darstellung beteiligt sein. Mit dem Hintergrundwissen der klassizistischen Tradition schuf er Bildnisse mit kulturhistorischem Wert. Die terrakottafarbig bemalten Gipsbüsten, Reliefs, Statuen sowie Bozetti zeigen die Vertreter der Ureinwohner Amerikas, die vor allem eins taten: um ihr Überleben als eigenständige Nation und Kultur kämpfen- oder aber sich andererseits den weißen Neuankömmlingen anpaßten und ihr Land verkauften.

 

Diesem Zwiespalt widmet sich die Sonderausstellung der Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit den Vatikanischen Museen, und erstmals sind die Werke Pettrichs außerhalb Roms zu sehen. Auf beeindruckende Weise stellt Pettrich die Hauptvertreter dieses Freiheitsverlustes dar. Während sich die einen auf die Verhandlungen einließen und letztendlich in Reservaten untergebracht wurden gab es auch Häuptlinge wie Black Hawk- wohl der bekannteste Vertreter dieser Zeit- die sich instinktiv für die eigene Kultur einsetzten und merkten, welcher Verlust bevorstand.

 

Die Ausstellung beeindruckt in vielerlei Hinsicht. Es sind nicht nur die Büsten in ihrer Farbgebung und Detaillierung, die faszinieren und an antike Statuen erinnern. Es ist vielmehr die Verbindung mit Textzitaten der Zeit- über die Freiheit, über das, was versprochen wurde und nicht gehalten wurde und die Erläuterungen zu den Exponaten, die mich in dieser sehr gelungenen Ausstellung nachdenklich und zugleich begeistert machten. Nicht zuletzt der Einsatz der Lichtquellen macht da auch einen Großteil aus.

 

Lassen Sie sich diese Sonderausstellung im Rahmen der Ausstellungen des Albertinums nicht entgehen!

 

Mehr dazu sowie ein Video zur Ausstellung finden Sie hier

 

 


Gästeführer/Gästeführerin DIN EN (BVGD) in der Region Dresden

Die Weiterbildungen und der Nachweis aller Ausbildungen der letzten 10 Jahre tragen Früchte: Die Prüfungen sind bestanden und der Titel:

 

Gästeführer/Gästeführerin DIN EN (BVGD) in der Region Dresden

 

steht nun offiziell fest.

 

Es war eine interessante Erfahrung, sich selbst als Gästeführerin besser kennenzulernen, kleine Schwächen auszubessern und grundlegend eine Bestätigung in der langjährigen Tätigkeit zu finden. Vor allem war es interessant mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenzukommen und gemeinsame Erfahrungen auszutauschen. Diese neue Qualität soll natürlich auch in unsere Führungen einfliessen und ist hoffentlich für unsere Kunden auch spürbar.

 

Auch die Zukunft wird immer wieder Weiterbildungen und interessante Aspekte der Tourismusentwicklung für uns Gästeführer bringen, der erfolgreiche Abschluß dieser Ausbildung war somit nur ein kleiner Schritt auf meinem weiteren Weg.

 

 


Die Waldschlößchenbrücke ist FÄRDSCH!

Waldschlößchenbrücke- Eröffnung am 24.08.13

Mein Meissen-Tipp: Die Nikolaikirche im Stadtpark

Kirche St. Nikolai in Meissen

Meissen. Die Stadt verbinden viele meiner Gäste mit dem Porzellan. Schon weniger wissen, wie schön die historische Altstadt ist- zum Burgberg hinauf kommen noch weniger- Schade, kann ich nur sagen, denn Meissen ist mehr als eine Porzellanmanufaktur.

 

Und noch viel weniger Besucher der Manufaktur wissen, das nur wenige Minuten von der Manufaktur entfernt eine kleine Kirche steht, die man schnell übersieht- und die doch gerade für Porzellanfreunde einen Besuch wert ist.

 

St. Nikolai wurde nach dem 1. Weltkrieg im Innenraum von Professor Paul Emil Börner als weltweit einzigartige Gedenkstätte für die ca. 1800 Gefallenen der Stadt eingerichtet. Wandtafeln zeigen die Namen der Gefallenen, weinende Kinder und trauernde Mütter umrahmen sie. Doch was macht diese Szenerie so besonders?

Das Material. Es handelt sich um eine Einrichtung aus Meissener Porzellan. Ein Torbogen im gleichen Material führt in den Altarraum- wirkt fast maurisch im Zusammenspiel mit den rötlichen Wänden. Die weltweit größten Figuren aus Meissener umrahmen den Altar. Sie wurden in einem Stück gefertigt. Die Wände zeigen freigelegte Reste alter Malereien in der Höhe- und die Schäden der Fluten aus dem Jahre 2002 ebenso, als Teile der Wandtafeln so beschädigt wurden, das sie nur noch teilweise gezeigt werden können.

 

Genau das ist es, was mich so faszinierte- die Kirche überstand mitsamt ihrer zerbrechlichen Ausstattung den 2. Weltkrieg, blieb von Plünderung und Zerstörungswut verschont- doch ein kleiner, so harmlos wirkender Fluß sollte dann doch zur Gefahr werden.

 

Wenn Sie die Manufaktur besuchen sollten Sie nicht vergessen, einen Abstecher in den Stadtpark zu machen- die wenigen Minuten Gehzeit lohnen sich immer und zeigen Ihnen, wie anders Meissener sein kann.

 

Öffnungszeiten: ab 1. Mai täglich von 10.00-17.00 Uhr

Kirche St. Nikolai Meissen
Kirche St. Nikolai Meissen


Mit der Weißeritztalbahn durch den Rabenauer Grund

Die Weißeritztalbahn im Rabenauer Grund

Zu Christi Himmelfahrt ging es in diesem Jahr in den Rabenauer Grund und nach Malter. Auch wenn das Wetter anfangs noch etwas brauchte, um sich zu entscheiden, hatten wir Glück und dann kam doch noch die Sonne hervor.

 

Die Weißeritztalbahn war im August 2002 durch das Jahrhunderthochwasser so stark zerstört worden, das es Jahre dauerte, bis die Strecke nach Dippoldiswalde wieder freigegeben werden konnte. Heute nutzen wieder viele Dresdner und Sachsen die Bahn, um ins Grüne zu gelangen. Ein beliebter Halt ist dabei die Rabenauer Mühle oder der Halt Malter, wo man die Talsperre begehen kann oder bei einem Eis den Frühling geniessen...

 


Ein kleiner Weihnachtsgruß...

Herrnhuter Sterne

"Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht."

 

Joachim Ringelnatz

 

Zurückblickend auf das Jahr 2012 fand ich diesen Spruch von Ringelnatz durchaus passend. Es gab vieles zu erleben in diesem Jahr. Die Madonna wurde zum Beispiel 500 Jahre alt und hier in Dresden mit einer Sonderausstellung geehrt. Seit Anfang Dezember sind nun auch die Schätze des Kreml hier in Dresden zu sehen. Es gab wieder so Vieles, was man sehen wollte- und irgendwie doch nicht schaffte, weil einfach die Zeit fehlte. Man hetzt immer durch die Welt, von Termin zu Termin.

 

Und dann gibt es da ja auch noch den Maya-Codex in unserer SLUB, der gerade sehr aktuell ist. Menschen aus aller Welt strömen zu uns und wollen sehen, wo denn nun steht, das die Welt am 21.12.12 untergeht. Brauchen wir nun schon einen Termin, um den Weltuntergang ja nicht zu verpassen? Dann habe ich vergessen, mir einen zu reservieren. Und dies ganz bewußt.

 

2012 hat mir persönlich sehr viel Schönes gebracht. Ich lernte viele neue Menschen kennen, und manche, die ich schon kannte, wurden zu guten Freunden, die füreinander da sind. Viele neue Sonderführungen kamen dazu, wie zum Beispiel die Romantischen Führungen auf Schloß Weesenstein.

 

Wenn ich in diesem Jahr etwas dazugelernt habe dann das: Die wenige freie Zeit dafür zu nutzen, mal keinen Terminen nachzujagen, sondern einfach nur zu leben und sich darauf zu besinnen, was wichtig ist. Nach 6 Jahren als selbstständige Gästeführerin und der daraus resultierenden Erfahrung im Umgang mit Gästen lernt man doch immer wieder dazu. Zum Beispiel, wie schön es ist, Freizeit zu geniessen und einfach mal nicht (an-) zuführen...

 

In diesem Sinne: Nutzen Sie Ihre feien Tage zum "Besinnen", und lassen Sie die Räder ruhn, die Rauhnächte laden zum Ruhen und Orakeln ein.

 

Ein Frohes Lucina-Fest

 (oder auch die Wintersonnenwende, wenn Ihnen das bekannter ist)

und zukunftsfreudige Rauhnächte

wünscht Ihnen Ihre

 

Gästeführerin Susann Wuschko

 

 

 


Die Goldene Stadt ist gar nicht so weit weg

Durch den Neubau der Autobahn A4 ist Prag für uns Dresdner sehr viel näher gerückt- ein Umstand, der auch mich 2012 in die Stadt Kafkas und Muchas führte. Ein paar Impressionen habe ich an dieser Stelle für Sie eingefangen- und wer weiß? Vielleicht verlieben auch Sie sich in die "Goldene" an der Moldau und wagen einen Tagesausflug zu unseren Nachbarn. Was Sie allerdings nicht vergessen sollten: In Prag zahlt man immernoch mit Tschechischen Kronen- der Euro wird trotz EU nicht angenommen. Spätestens, wenn Sie dem Duft eines echten Goulasch mit Knödeln folgen, werden Sie es bereuen, nicht getauscht zu haben...

 

 


Energiefabrik Knappenrode- ein Herbstausflug

Im Oktober nutzten wir einen der letzten schönen Sonntage zum Besuch der ENERGIEFABRIK KNAPPENRODE. Dort gab es so Vieles zu entdecken, das es mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird. Für mich als Kind der Region hat die Industriekultur des Kohleabbaues und die daraus entstandene Folgelandschaft ihren ganz eigenen Reiz, und wieder einmal mehr entstand der Wunsch, sich mehr mit diesem Thema auseinanderzusetzen.  Vielleicht wird diese Thematik einmal in die Planung einer Tagestour einfliessen, die neu entstandene Lausitzer Seenlandschaft ist bereits jetzt immer wieder ein Thema bei Unterhaltungen mit Gästen. Für die Region würde ich mich sehr freuen, wenn mehr und mehr Gäste den ganz eigenen Charme der Lausitz entdecken.


Sommerzeit ist Lesezeit

Ob nun das Wetter mal wieder nicht mitspielt (zu warm, zu kalt, zu nass,...) oder wir einfach nur mal etwas abschalten wollen vom Alltag- in den wenigen Tagen des Jahres, an denen die Nachrichten voll sind von Sommerloch-Füllern und im Fernsehen das zigte Mal der Film läuft, den man schon kennt, bietet es sich an, mal wieder ins Bücherregal zu greifen, sich ein schönes Getränk zu reservieren (wahlweise Eis-oder Kräutertee?) und dann mal ganz entspannt zu schmökern.

 

Die Verlage bieten eine Vielzahl an historischen Romanen, Sach-und Fachbüchern an, die sich ganz speziell mit der sächsischen Geschichte beschäftigen, und meist steht man vor dem Problem, das das Angebot viel größer ist als der Urlaub lang.

 

So geht es auch mir immer wieder, und ohne einen gewissen "Lageplan" durch die Themen des Angebots wird es schnell unübersichtlich. Was mich im Moment gerade beschäftigt und ob ich ein Buch weiterempfehlen kann, erfahren Sie in meiner kleinen Leseecke.

Vielleicht haben auch Sie vor kurzem ein Buch über Sachsen, seine Geschichte oder seine kleinen und großen Leute gelesen und können es weiterempfehlen? Gern nehme ich Ihre Tipps und Anregungen während unserer Führung an, um auch in Zukunft immer bestens über die neuesten Forschungsergebnisse und Entwicklungen berichten zu können.

 

 


Ein Blick zu unseren Tschechischen Nachbarn

copyright: David LaChapelle
copyright: David LaChapelle

Tak Pravil-Thus spoke  David LaChapelle.


Eine Sonderausstellung der Galerie Rudolfinum,

Prag vom 7.12.2011- 26.2.2012 Kurator: Otto M.Urban

 

Der amerikanische Fotograf David LaChapelle wird schon mal ganz gern als neuer Andy Warhol bezeichnet. Wen wundert´s- er arbeitete mit Warhol am Magazin The Interview zusammen. Die Welt der Mode und  der Stars war jahrelang sein Metier, er war in der Vogue wie im Rolling Stone zu Hause und machte mit seinen Bildkompositionen auf sich aufmerksam. Für viele Künstler wie z.B. Avril Lavigne oder NoDoubt inszenierte er Videoclips, für das Video zu "Natural Blues" von Moby bekam er den MTV Europe Musiv Award.  In seinem ersten Film "The Rize" inszeniert er Tanzen in einer neuen Form.

 

Nun mag man sich fragen: Was hat dies mit einer Kunstausstellung zu tun?

Seit der Jahrtausendwende ist LaChapelle zurück zu seinen Wurzeln gekehrt, zum freien Schaffen im Sinne der Kunst, wie wir sie derzeit (noch) definieren würden. Und was er zeigt ist moderne Kunst, die irgendwie an Rubens und die alten Meister erinnert. Farbgewaltig, spannungsreich und fernab von jeglicher Modefotografie oder den Grautönen des Jetzt.

So wie die Stadt, in der man derzeit seine Werke erleben kann.

 

Prag und LaChapelle- zwei, die Opulenz mit Moderne verbinden und dies überzeugend ausstrahlen!

 

mehr zu seinen Werken: http://www.lachapellestudio.com/

 

Ausstellungsinformationen