Das Lausitzer Seenland


Aus der Tagebaulandschaft von einst wird ein Tourismusmagnet

Am Geierswalder See

Wenn man so wie ich in der Lausitz aufgewachsen ist dann hat man seine Wurzeln in einer sehr sandigen Landschaft und ist es gewöhnt, Kiefernmonokulturen als Wälder zu bezeichnen.

 

Als ich im Jahre 2000 in die "Großstadt"- nach Dresden zog, war alles spannender als die alte Heimat. Als junger Mensch will man eben was erleben- und dafür ist Dresden ja ideal. Dann wird man etwas älter (zugegebenermaßen nur ein ganz klein wenig), aber die Interessen verändern sich. Und dann stellt man plötzlich fest, das es in etwa 70km Entfernung von der großen Stadt ganz schön viel Neues zu sehen gibt, was man gar nicht wußte.

 

Da locken Landschlößer wie Altdöbern, da kann man die "Riviera" am Geierswalder See ganz nah haben oder schaut am Senftenberger Hafen den Schiffchen nach. Es ist nicht so überlaufen und man hat das Gefühl, man ist in einer ganz anderen Welt als man sie vor Jahren verlassen hat.

 

Nun- das stimmt sogar. Das Lausitzer Seenland ist noch ganz neu, teilweise noch in Planung.

 

Es handelt sich dabei um das Gebiet des ehemaligen Braunkohletagebaues in der Lausitz. Hier werden die Restlöcher geflutet und dem Tourismus erschlossen. Leider hat das Thema der Flutung durch Erdabbrüche und Katastrophen andernorts in den letzten Jahren immer wieder die Nachrichten in negativer Form geprägt. Seien Sie versichert- die touristischen Ziele liegen in den sichersten Zonen dieser bizarren Landschaft. Man sollte sich eben nur immer brav an die Hinweisschilder halten, dann kann man den aufenthalt in dieser ganz jungen, von Menschen geschaffenen Landschaft genießen.