Zum Nachlesen und Kennenlernen


Juden in Sachsen

Gunda Ulbricht, Olaf Glöckner

Herausgegeben für die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung 

Die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Sachsen ist mehr als die schrecklichen Ereignisse innerhalb des Nazi-Regimes und der Neubau der Synagoge in der Dresdner Altstadt. Das es bereits im 11. Jahrhundert jüdische Viertel in Meissen und anderen Orten gab, und das diese eben nicht generell verfemt waren wie es heute immer vermittelt wird, zeigt dieses Buch anhand vieler Bilder. Gerade die unbekannten Seiten sind es, die dabei faszinieren. So wird es auch einfacher, eine fremd erscheinende Kultur zu verstehen. Und zu lernen, wie bereichernd der Kulturaustausch für die Entwicklung Sachsens war und immer noch sein kann, wenn man offen dafür ist.


Jstor- das Wunderland für Forscherseelen...

 

Für alle, die so wie ich auch gern mal tiefer in die Forschung gehen, gibt es mittlerweile ein riesiges Online-Angebot. Vor allem die Recherche in älteren Werken, die über den Buchhandel nicht mehr erhältlich sind oder in Bibliotheken unter Verschluss stehen kann sehr interessant sein. In diesem Zusammenhang bin ich auf folgende Internetseite gestoßen, die ein reines Paradies für Hobbyforscher sowie Profis ist.

 

https://www.jstor.org/

 

Es wird eine kostenlose Anmeldung benötigt, diese ist aber sehr einfach durchzuführen und gerade bei der Suche nach älteren Fachartikeln (auch bis weit vor das Jahr 1900) ist die Seite ein Quell unendlicher Möglichkeiten. Es ist empfehlenswert, sich auf eine bestimmte Thematik zu konzentrieren und seinen Workspace (Arbeitsplatz) gut zu strukturieren! 


Forgotten Books- Bücher, von denen keiner ahnte, das sie existieren...

 

Fernab vom heutigen Buchmarkt existiert eine uns Heutigen unbekannte Welt. Bücher, die einst Gesellschaften prägten und in den Bibliotheken der Reichen und Gebildeten zu finden waren, findet man heute nur noch selten als Neuauflagen. Das moderne Medium der Digitalisierung macht es möglich, lang vergessene Lektüre wieder erlebbar zu machen. Das Schöne -es sind Fachbücher, die sich auf eher ungewöhnliche Themen beziehen. Wer weiß heute noch von den Geheimlehren der Templer, dem ägyptischen Totenbuch oder der Hamburger Pest des Mittelalters so ausführlich zu berichten? Wikipedia ist nicht das Allheilmittel, um die Sicht einer Gesellschaft im Bezug auf ihre Zeit zu erfahren. Da hilft es nur, direkt zu den damals aktuellen Quellen vorzudringen. 

 

https://www.forgottenbooks.com/de

 

Die Seite bietet nicht nur deutsche oder englische Literatur, je nach Spracheinstellung findet man wahre Perlen, die sonst völlig unzugänglich wären. Täglich gibt es in jeder Sprache ein kostenloses Buch zum Download, es lohnt sich also, immer wieder vorbeizuschauen, alle weiteren Bücher sind in Auszügen zugänglich, die meist auch schon ein sehr gutes Bild vermitteln. Die Anmeldung mit kleiner monatlicher Gebühr ist möglich und ermöglicht dann unlimitierten Zugang zu allen Volltexten.


Quelle: amazon
Quelle: amazon

Hermann Fürst von Pückler-Muskau:

 

Briefe eines Verstorbenen

Wenn Sie wirklich viel Zeit in den Sommerferien haben und sich mit einem etwas speziellen Herrn auseinander setzen wollen, kann ich Ihnen nur empfehlen, mal etwas von Pückler zu lesen. Nicht über ihn- das haben zwar einige versucht, aber Pückler ist "Einfach nicht zu fassen...", wie auch die derzeitige Sonderausstellung in Bad Muskau heißt. Das Buch täuscht schon beim Titel- so tot war Pückler nicht, als er das Buch herausgab, und auch sonst sind die Briefe, die er an seine Ex-Frau und Verwalterin seines Gutes während seiner Englandreise schrieb wenig privat sondern vielmehr bewußte Vorbereitung zum Buch. Er schildert seine Erlebnisse in wundervoller, leicht zu lesender Form, gespickt mit Anekdoten und Sagen. Es sei allerdings vor der Länge gewarnt... Pückler liebt das Detail! 

 


Ludwig Richter:

 

Lebenserinnerungen eines deutschen Malers

 

Für Dresdner ist Ludwig Richter ein bekannter Name- Maler der Romantik- klar doch, der mit den Kindern und dem Brautzug und den detaillierten Naturdarstellungen. Aber über sein eigentliches Leben wissen die wenigsten viel mehr als das er in Dresden wirkte, vielleicht weiß noch der ein oder andere das Richter auch in Meißen Spuren hinterließ als Zeichenlehrer der Porzellanmanufaktur. Aber wußten Sie schon, das Richter so bekannt war seinerzeit das er sogar auf dem Fürstenzug vertreten ist? Und das er seine Karriere als Kupferstecher im Hause des Vaters begann und nur durch einen Gönner nach Italien reisen konnte um dort die Malerei zu erlernen? Wer sich für die Welt der Kunst im 19. Jahrhundert und die Entwicklung der Dresdner Romantik interessiert sollte mal einen Blick in Richters Lebenserinnerungen werfen. Dies ist sogar online und völlig kostenfrei möglich, per amazon e-reader oder hier:

 

http://gutenberg.spiegel.de/buch/lebenserinnerungen-eines-deutschen-malers-5453/1 


Quelle: BB-Buch
Quelle: BB-Buch

Alfons Frenzel:

 

Lausitz grenzenlos

 

Wer denkt, ALLES über uns Sorben zu wissen, der irrt- auch wir Sorben selbst! Da gibt es noch so einige Geheimnisse zu entdecken und Verbindungen in die Welt zu erkunden. Dieses Buch ist ein unterhaltsames Beispiel dafür, wie man immer wieder seine Heimat neu entdecken kann.

 


Der geänderte Canalettoblick. Gründerzeit in Dresden
Quelle: DDBuch

Klaus Hoffmann-Reicker:

 

Der geänderte Canalettoblick

 

Dresden in der Gründerzeit- das bedeutet Unternehmergeist und eine neue Ausrichtung der Stadtanbindung durch die Eisenbahn. Das Buch ist eine Fundgrube für die Geschichte der Stadt im 19.Jahrhundert, denn es erzählt nicht nur von den üblichen Bekannten wie Ligner, sondern befaßt sich auch mit den weniger bekannten Erfindern und Unternehmern dieser Zeit. 

 


Wagners Tränen
Quelle: DDBuch

 

Rüdiger Janczyk: 

 

Wagners Tränen -Historischer Kriminalroman

 


Ein Krimi, der in Dresden spielt und bei dem Wagner die Hauptrolle spielt? Da war ich gespannt- und wurde nicht enttäuscht. Janczyk verbindet die Geschichte des exzentrischen Wagner und die Geschehnisse des Maiaufstandes mit einem Kriminalfall. Und es wirkt nicht lächerlich, was irgendwie schon beeindruckend ist. Da Wagner in diesem Jahr DAS THEMA hier in Dresden ist und ich seine Biografie gut kenne, ist das Buch recht flott zu lesen, ob man ohne Wagner zu kennen so schnell im Verständnis ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Man sollte Wagner und seine Eigenheiten besser kennen, um das Buch auch auf gewisse Weise amüsant zu finden. Dann lernt man allerdings selbst als Dresdner noch etwas dazu und findet ein Stück Geschichte als Krimi verpackt in Wagners Tränen.


Görlitz- Eine Stadt mit vielen Gesichtern- zur Website
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Frank Vater:

 

Görlitz-eine Stadt mit vielen Gesichtern

 

Ein Reiseführer der besonders schönen Art. Sehr unterhaltsam und nicht nur für Architekturfans ein Muss, wenn man die Stadt an der Neisse besucht.


Sabine Ebert- Hebamme Saga
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Sabine Ebert: 

 

Hebamme-Romanreihe

 

Die Besiedlung Sachsens und die Erschließung des Freiberger Landes, verbunden mit den Silberfunden, die Markgraf Otto den Beinamen der Reiche einbringen sollen, sind Thema dieser 5teiligen Saga von Sabine Ebert. Sehr anschaulich wird das Ende des 12.Jahrhunderts und eine starke Frau in einer von Männern dominierten Umwelt gezeigt. 

 


Corina Bomann Das Krähenweib
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Corina Bomann:

 

Das Krähenweib

 

Anhand der Geschichte der Henkerstochter Annalena Habrecht wird die Geschichte des "Goldmachers" Johann Friedrich Böttgers veranschaulicht.


Dresdner Hefte
Zu Dresden Buch

 

Dresdner Hefte 1-...

sowie Sonderausgaben

 

Die Dresdner Hefte erscheinen vierteljährlich seit 1983 und werden vom Dresdner Geschichtsverein e.V. herausgegeben.

 

 


Erich Kästner. Als ich ein kleiner Junge war
Zum Dresdenladen

 

Erich Kästner

 

Als ich ein kleiner Junge war

 

 

Erich Kästner ist Kind geblieben- und zeigte dies immer wieder in seinen Kinderbüchern. Das Buch spiegelt seine Dresdner Kindheit auf unterhaltsame Weise in kleinen Geschichten wieder. Ideal als Geschenk für einen lieben Menschen- und nicht nur für Kinder eine Entdeckungstour durch das Dresden der Zeit kurz nach 1900.