Krabat und die Schwarzkollmer "Teufelsmühle"

 

Die Mühle steht mitten im Sumpfwald.
"Wie heißt der Wald?" fragt Krabat.
"Der Schwarze Wald", antwortet der Müller.
Ein Bach treibt das große Mühlrad.
"Wie heißt der Bach?"
"Der Schwarze Kolm", sagt der Müller.

Zitat aus: Jurij Brĕzan. Die Schwarze Mühle.
Verlag Neues Leben Berlin.1984

 

Krabat- der gute sorbische Zauberer ist vor allem in den letzten Jahren durch den Film "Krabat-Der Film" mit Daniel Brühl und David Kross wieder in das Gedächtnis der Deutschen zurückgerufen worden. Und vielen sind die Worte: "Krabat-komm in die Schwarze Mühle!" zum Inbegriff der Sage geworden, die durch den Roman von Otfried Preußler einst  Eingang in Schulen und Kinderzimmer, vor allem in der ehemaligen BRD, fand.  Vielen ist dabei ein Name eher unbekannt geblieben: Jurij Brĕzan, der sorbische Nationaldichter, der fast zeitgleich sein Buch "Die Schwarze Mühle" herausbrachte und eher in der ehemaligen DDR und bei den Sorben bekannt war. 

 

Als gebürtige Schwarzkollmerin beobachtete ich für Jahre die Entwicklung der neu entstehenden Krabatmühle im Koselbruch von der Ferne. Im Jahr 2020 wurde es plötzlich und unerwartet sehr viel persönlicher. Ein gemeinsames Projekt zur Erforschung der wahren Hintergründe der Sage- und warum es gerade die Mühle im Koselbruch sein mußte, um einem Schwarzen Müller die passende Bühne zu bieten- brachten sehr viele neue Erkenntnisse und klären auch einige Mythen auf. Die Forschungsergebnisse und die bisherigen "Geheimnisse" um die Teufelsmühle und den "Guten sorbischen Zauberer" werden hier in nächster Zeit nach und nach veröffentlicht werden.

 

Forschungsprojekt: Krabat und Schwarzkollm


Einleitung: Projekt Krabatforschung

Das Jahr 2021 barg für mich ein ganz neues Projekt. In Zusammenarbeit mit der Krabatmühle Schwarzkollm und dem Geneaologen Hans-Jürgen Schröter widmeten wir uns den realen Hintergünden der Krabat-Sage und dem Bezug zum Ort Schwarzkollm.

Quelle: Deutsche Fotothek

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